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IWF hält Frist nicht ein – Wahlkongress im Dezember gefährdet

In den vergangenen Tagen hätte der Internationale Gewichtheberverband (IWF) eine endgültige Liste der wählbaren und nicht wählbaren Kandidaten für den Wahlkongress im Dezember vorstellen sollen. Da dies nicht geschehen ist, muss die wohl wichtigste Wahl in der Geschichte des Gewichthebens verschoben werden.

Eine erneute Welle der Enttäuschung ging durch die Welt des Gewichthebens. Der internationale Gewichtheberverband (IWF) teilte seinen Mitgliedsverbänden sowie Kandidaten in den vergangenen Tagen mit, dass die endgültige Liste der wählbaren und nicht wählbaren Kandidaten für die Wahl im Dezember noch nicht veröffentlichen werden konnte. Damit hat die IWF ihre eigene Frist überschritten. Grund dafür ist, dass das unabhängige Gremium, das Eligibility Determination Panel (EDP), das die Kandidaten überprüft hat, seine Entscheidungen nicht rechtzeitig mitgeteilt hat – Stichtag wäre der 19. November gewesen.

Ashley Metcalfe, CEO von British Weightlifting zeigte sich über die erneute Verzögerung des IWF-Wahlkongresses enttäuscht.
Es sei ein weiteres Versäumnis, pünktlich und entsprechend der Erwartungen der Mitgliederverbände zu liefern.

Dies wird nun wahrscheinlich dazu führen, dass der geplante Wahlkongress am 20. sowie 21. Dezember verschoben werden muss. Denn die IWF hat die Bedingungen ihrer eigenen Satzung nicht erfüllt und scheint somit keine andere Wahl zu haben, als die Wahlen zu verschieben, wahrscheinlich auf Ende Januar nächsten Jahres. Denn sollten die Wahlen wie geplant stattfinden, wären alle Ergebnisse rechtlich anfechtbar.

Angesichts der Tatsache, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) zwischen dem 29. Januar und dem 1. Februar nächsten Jahres die Sportarten für die Olympischen Spiele 2024 in Paris bestätigen soll, ist diese Aussicht ein sehr großes Risiko für die IWF. Der Internationale Gewichtheberverband wurde wiederholt gewarnt, dringend seine Strukturen zu ändern und vor allem im Zeitplan zu bleiben.

Dutzende Kandidaten ausgeschlossen

Was aber bereits bekannt ist, dass das unabhängige Gremium, das von dem in London ansässigen gemeinnützigen Unternehmen Sport Resolutions betrieben wird, wohl fast ein Drittel der Kandidaten ausgeschlossen haben soll. Die Vermutung liegt nahe, dass viele Mitglieder des derzeitigen IWF-Vorstands unter denjenigen sind, die als nicht wählbar gelten. Diese Kandidaten wurden in der vergangenen Woche darüber informiert. Falls sie die Entscheidung des Gremiums nun aber anfechten wollen, bleibt ihnen nichts anderes übrig als vor Gericht zu gehen, das es kein internes Verfahren gibt.

Die Liste der Gründe, wegen denen Kandidaten für untauglich erklärt werden können, ist lang. Hinzu gehören beispielsweise Konkurs, Verurteilung wegen einer Straftat, ein Dopingvergehen innerhalb der letzten 25 Jahre oder auch die Feststellung der Ethik- und Disziplinarkommission der IWF, dass ein Kandidat „nicht geeignet und angemessen“ ist. Zudem verstießen mehrere Kandidaten gegen Artikel 13.12 der neuen Verfassung. Dieser besagt, dass eine Nation, die seit Juli 2016 – dem Beginn der Olympischen Spiele in Rio 2016 – sechs oder mehr Sanktionen wegen Dopingverstößen erhalten hat, keine Kandidaten nominieren darf.

Eine Nation, auf die dies zutrifft, ist Russland. Als russische Kandidaten letzte Woche gemäß Artikel 13.12 als nicht wählbar eingestuft wurden, sagte Maxim Agapitov, IWF-Vorstandsmitglied und Präsident des russischen Gewichtheberverbands, er werde die „unbegründete“ Entscheidung anfechten, die „gegen den Geist der neuen Verfassung“ sei.

Die Wählbarkeit von Ursula Papandrea indes wurde bestätigt. Die Amerikanerin war im vergangenen Jahr als IWF-Interimspräsidentin abgesetzt worden (wir berichteten), weil die versuchte, weitreichende Reformen durchzusetzen.

Den höchsten Governance-Standards folgen

Nun erklärte auch IWF-Interimspräsident Mike Irani gegenüber Insidethegames, dass keine Liste von geeigneten und nicht geeigneten Kandidaten veröffentlicht worden sei und dass er die Frustration der Mitgliedsverbände über die Verzögerung verstehe. Die Ergebnisse erwartet Irani nun in den nächsten Tagen. Priorität für den IWF sei es nun, den höchsten Governance-Standards zu folgen und einen legalen und fairen Wahlprozess zu gewährleisten. Die vollständige Liste werde so bald wie möglich gemäß der IWF-Satzung, die im August verabschiedet worden war, veröffentlicht werden.

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