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USA Weightlifting-CEO Phil Andrews – Ein großer Reformer tritt zurück

Nach zehn erfolgreichen Jahren bei USA Weightlifting (USAW) und über sechs Jahren als Geschäftsführer von USAW tritt Phil Andrews nun zum 15. Juli 2022 zurück. Der gebürtige Engländer stand während seiner Amtszeit u.a. für eine weitreichende Umstrukturierung des nationalen Dachverbandes.

Die Nachricht des Rücktritts von USA Weightlifting-CEO Phil Andrews wird ein schwerer Schlag für den nationalen Dachverband gewesen sein. Der gebürtige Engländer, der zuvor im professionellen Eishockey gearbeitet hatte und dort lernte, eine Minderheitensportart zu führen und aufzubauen, war im Januar 2013 zu USAW gekommen. Dort hatte er zunächst das Amt als Direktor für Programme und Veranstaltung inne und stieg dann im April 2016 zum CEO auf, nachdem er diese Position bereits im Dezember des vergangenen Jahres interimsweise bekleidet hatte.

Andrews stand während seiner zehn erfolgreichen Jahre bei USAW für einen weitreichenden Kulturwandel, der zu einer steigenden Bedeutung des nationalen Dachverbandes auf internationaler Ebene führte. So gewann USAW während seiner Amtszeit nicht nur über 20.000 Mitglieder und 25 Sponsoren hinzu, sondern konnte die Einnahmen des Verbandes zudem um etwa 6 Millionen Dollar steigern.

Dabei trug auf nationaler Ebene vor allem die Einführung der North American Open Series zum Erfolg und den hohen Mitgliederzuwächsen bei USAW bei. Bei diesem Wettbewerb haben Junioren-, Senioren- und Masterathleten die Möglichkeit, zusammen bei einer Veranstaltung zu heben. Dies führte laut Andrews dazu, die Teilnehmerzahl stark zu erhöhen. Vor rund sechs Wochen waren in Columbus, Ohio, bei diesem Event mehr als 1.800 Teilnehmer zusammengekommen, was einen neuen Weltrekord aufstellte.

Unterstützung bedeutender Reformen

Andrews bemühte sich während seiner Zeit bei USAW, die Situation der Athleten zu verbessern, die Finanzierung dieser zu erhöhen und die Trainerausbildung im Gewichtheben zu fördern. Er veränderte den Sport und sorgte dafür, dass er in den Vereinigten Staaten einen Aufschwung erlebte und sich die Kultur innerhalb des Sports sowohl in Amerika als auch im Ausland völlig veränderte. So strukturierte Andrews die Führung von USAW um, unterstützte bedeutende Reformen auf internationale Ebene – insbesondere im Bereich der Dopingbekämpfung – und schuf das erste unabhängige Ethik- und Gerichtsverfahren.

Damit sorgte der CEO mit der amerikanischen und britischen Staatsbürgerschaft für einen Leistungsumschwung mit den besten Ergebnissen seit über 60 Jahren bei Olympischen Spielen, Senioren-, Junioren- und Jugendweltmeisterschaften sowie bei kontinentalen Meisterschaften. Andrews führte USA Weightlifting durch zwei Olympische Sommerspiele (drei Medaillen) und 15 Weltmeisterschaften (23 Medaillen), von denen Amerika drei selbst ausrichtete, und konnte darüber hinaus mit dem Team USA auch bei den Olympischen Jugendspielen 2018 die allererste Medaille in der Geschichte gewinnen.

Phil Andrews Beitragsbild
Die Amerikanerin Katherine Nye sicherte sich bei den Olympischen Spielen in Tokyo Silber.

Diese Erfolge lassen sich auch auf ein neues Rekrutierungsprogramm, das ebenfalls zu der wachsenden Mitgliederzahl von USAW beitrug, sowie eine Dezentralisierung des Coaching-Konzeptes, was die Vereinigten Staaten im Vergleich zu anderen nationalen Dachverbänden voraushaben, zurückführen. Doch nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch international profitierten die Verbände von Andrew’s Arbeit. So sei laut Andrews der Einsatz von Datenanalysen, nicht nur von amerikanischen Gewichthebern, sondern auch von deren Konkurrenten, ein wichtiger Faktor für den Leistungsaufschwung gewesen.

Ein Reformer tritt zurück

Während seiner Amtszeit bei USA Weightlifting stellte sich Andrews als Reformer und unverblümter Kritiker des internationalen Gewichtheberverbandes (IWF) heraus. Im Jahr 2020 hatte der gebürtige Englänger selbst eine leitende Funktion bei der IWF inne und beschwerte sich während dieser Zeit laut über die schlechte Führung der alten Garde. Als Ursula Papandrea, eine ehemalige USAW-Präsidentin, dann aber als IWF-Interimsleiterin abgesetzt wurde, gab auch Andrews seine Rolle als stellvertretender IWF-Generaldirektor auf.

Auf Instagram gab USA Weightlifting den Rücktritt von Phil Andrews bekannt.

„Die IWF-Situation war in zweierlei Hinsicht ein Tiefpunkt – nicht nur in Bezug auf unsere Athleten und mich persönlich, sondern auch in Bezug auf die Moral und das Gefühl des nationalen Dachverbands und des gesamten Sports“, sagt Andrews nun nach Verkündigung seines Rücktritts.

Am 15. Juli legt er sein Amt endgültig nieder und wird sich bis dahin an der Suche nach einem Nachfolger beteiligen. „Ich freue mich darauf, bei diesem Übergang behilflich zu sein, und möchte mich an dieser Stelle beim Verband für das Vertrauen bedanken, ihn so viele Jahre lang leiten zu dürfen. Nach zehn Jahren ist es nun an der Zeit, und ich bin gespannt, wohin sich USA Weightlifting entwickeln wird und welche neuen Herausforderungen sich mir stellen“

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